Pumpspeicherkraftwerke können grosse Strommengen speichern und leisten einen wichtigen Beitrag zur Netzstabilität. Bild: KWO, Foto: M. Foedisch
Pumpspeicherwerke als Energiereservoir
Zu Weihnachten 2007 gab es für die europäischen Stromhändler eine Überraschung: Strom kostete nichts. Dies war kein Weihnachtsgeschenk, sondern der Strom war deshalb gratis, weil in Nordeuropa der Wind wehte. Zehntausende Windräder drehten sich, und Generatoren produzierten zur selben Zeit gewaltige Mengen Strom. Gleichzeitig aber war die Stromnachfrage gering. Es gab zu viel Strom auf dem internationalen Markt.
Die Schweizer Pumpspeicherkraftwerke sind für solche Situationen wie geschaffen. Statt überschüssige Energie zu vernichten, kann man sie in Form von Wasserkraft in den Seen speichern. Pumpspeicherkraftwerke können grosse Energiemengen innert kürzester Zeit speichern und, wenn der Energiebedarf steigt, sekundengenau abgeben. Wichtig ist dies gerade bei der Nutzung der Windenergie, bei der die Stromproduktionsmenge und der Zeitpunkt nicht oder nur geringfügig geplant und gesteuert werden können. Pumpspeicherkraftwerke dienen als eine Art Puffer und leisten so in den liberalisierten Märkten einen wichtigen Beitrag zur Netzstabilität und zur Integration erneuerbarer Energien in den Strommix.
Die Pumpspeicherkraftwerke der neusten Generation arbeiten mit effizienten, flexiblen und umweltschonenden Generatoren. Pumpspeicherkraftwerke dieser neuen Generation sind unter anderem in Nant de Drance und in Linth-Limmern geplant.