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Entscheidend: Der Strommix

Was ist ein intelligenter Strommix? Hier scheiden sich die Geister. Sicher ist: Eine unterbruchsfreie und wirtschaftliche Landesversorgung mit Strom ist vital für die Schweiz. Abhängigkeiten von Einzeltechnologien sind gefährlich und sollten vermieden werden. Für die Schweizer Stromversorger besteht die Formel deshalb nicht in einem Entweder-oder, sondern in einem Sowohl-als-auch.

Auch in absehbarer Zukunft wird es sie nicht geben – die perfekte Energiequelle. Jeder Energieträger hat seine Vorzüge, aber auch seine Nachteile. Aktuelle Studien des Schweizer Paul-Scherrer-Instituts (PSI) zeigen: Es gibt heute keine Idealtechnologie, die alle gewünschten Kriterien vollumfänglich erfüllt. Als Kriterien gelten hierbei Umweltfreundlichkeit, Sicherheit und Bezahlbarkeit. Es wäre zudem riskant, die Landesversorgung von einer einzigen Stromquelle abhängig zu machen. Die Schweiz braucht deshalb sowohl weitere erneuerbare Energien als auch Ersatzkernkraftwerke; sie braucht sowohl Investitionen in einheimische Kraftwerke, in Forschung und Entwicklung als auch Stromimporte aus Nachbarländern.

Gemessen an den kurz- und mittelfristig verfügbaren Alternativen schneidet der Strom, der hierzulande produziert wird, ausgezeichnet ab. Mit Wasserkraft, Kernenergie und der Nutzung der neuen erneuerbaren Energien verfügt die Schweiz über einen ökologisch vorbildlichen Strommix. Mit 54% aus Wasserkraft zählt unser Land zu den Staaten mit den höchsten Anteilen an regenerativen Energien. Darüber hinaus ist der Schweizer Strommix dank des hohen Anteils an Wasserkraft und 41% Kernenergie praktisch CO2-frei und klimaneutral.

Bei den erneuerbaren Energien, die in unserem Land genutzt werden, macht die Wasserkraft mit über 95% den Löwenanteil aus. Die Schweiz verfügt dank ihrer Topografie und des Niederschlagsreichtums über ein riesiges Wasserkraftpotenzial. Mehr als 500 Wasserkraftzentralen mit rund 160 Speicherseen produzieren jährlich im Schnitt 34 TWh. Die Wasserkraft ist eine tragende Säule der Schweizer Stromversorgung. Mit gezielten Erweiterungen, Sanierungen und Neuanlagen soll die Erzeugung aus Wasserkraft sowie weiteren erneuerbaren Energien bis ins Jahr 2030 massiv ausgebaut werden.