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Die Formel für die Zukunft
Die Nachfrage nach Strom wird weiterhin wachsen – gerade auch dann, wenn Industrie, Privathaushalte und öffentliche Hand weiterhin in die Optimierung der Energieeffizienz investieren. Das Bundesamt für Energie erwartet ab dem Winterhalbjahr 2018 eine Stromknappheit, falls ein Ausbau der Stromproduktion versäumt wird. Die Stromversorger planen deshalb einen Ausbau der Infrastruktur nach der Formel 30-30-30. Im Klartext bedeutet dies: Mindestens 30 Milliarden Franken für 30 Milliarden kWh in den nächsten 30 Jahren.
Bisher konnte der steigende Strombedarf durch Bezüge aus Langfristverträgen mit Frankreich sowie Effizienzsteigerungen in der Erzeugung und beim Verbrauch aufgefangen werden. Dazu trugen neue Kraftwerkskomponenten, effiziente Transformatoren und Ausbauten in Kraftwerksanlagen und Netzen bei. Unter Experten ist aber klar, dass der Zeitpunkt gekommen ist, Entscheide über den Kraftwerkspark und den Netzausbau des Landes zu treffen. Unterstützt werden diese vom Bundesrat, der in seiner energiepolitischen Vier-Säulen-Strategie ausdrücklich den Bau von Grosskraftwerken befürwortet.
Manche Branchenvertreter rechnen bereits heute mit Engpässen. In besonderen Situationen, wie etwa bei einem Kältewinter oder bei einer lang anhaltenden Sommerhitze in Westeuropa, kann die Versorgungssituation kritisch werden. Kurzfristige Stromunterbrüche aufgrund von geplanten Abschaltungen könnten sich häufen. Geplante Abschaltungen helfen, das Netz zu stabilisieren. Droht die Gefahr von Stromknappheit, steigen ausserdem die Preise.
Auch im Bereich der Netze zeichnen sich kritische Belastungen ab. Eine zeitgemässe Netzarchitektur ist deshalb unerlässlich. Im Jahr 2007 forderte die vom Bundesrat eingesetzte Arbeitsgruppe Leitungen und Versorgungssicherheit den Ausbau von 39 Leitungspassagen an strategischen Punkten.