Das Höchstspannungsnetz verbindet die Kraftwerksstandorte im Mittelland und den Alpen mit den Verbrauchszentren in Städten und Agglomerationen. Bild: KWO, Foto: R. Bösch

Der Stromverbund ist das Schweizer Sicherheitsnetz

Das Schweizer Höchstspannungsnetz ist rund 7000 Kilometer lang. Es ist vergleichbar mit dem Autobahnnetz und wird betrieben, damit der landesweite Stromaustausch effizient und leistungsgerecht abgewickelt werden kann. Daneben war und ist das Höchstspannungsnetz auch zwingend erforderlich, um die Schweizer Grosskraftwerke miteinander zu verknüpfen und nötigenfalls genügend Reserveenergie verfügbar zu haben – zum Beispiel dann, wenn ein Kernkraftwerk für die jährliche Revision vom Netz genommen wird. Neben dem Stromtransport gewährleistet das Höchstspannungsnetz die Stromlieferung von den Kraftwerksstandorten im Mittelland und den Alpen zu den Verbrauchszentren in den Agglomerationen.

Bisher wurde das überregionale Transportnetz von den Überlandwerken betrieben (Alpiq, BKW FMB Energie AG, CKW, EGL, EWZ, NOK und Rätia Energie). Im Jahr 2007 ist es an die nationale Stromnetzgesellschaft Swissgrid übergegangen. Gemäss Stromversorgungsgesetz (StromVG) müssen die Netzeigentümer bis fünf Jahre nach Inkrafttreten des StromVG ihre Aktienanteile an Gemeinden und Kantone übertragen.

Das Schweizerische Höchstspannungsnetz wurde zu grossen Teilen von den Überlandwerken Alpiq (vormals Atel) und EGL aus privaten Mitteln errichtet und betrieben. 1956 wurde der «Stern von Laufenburg» als europäischer Netzknoten eingerichtet. Im Rahmen der Marktliberalisierung wurden auch in der Schweiz Netz- und Handelsaktivitäten der Unternehmen voneinander getrennt. In der Folge gaben die Überlandwerke ihren Netzzugriff auf. Dazu gründeten sie im Jahr 2000 die Etrans als Netzkoordinatorin und als Vorläuferin von Swissgrid, die im Jahre 2007 die Geschäfte von Etrans übernahm. Heute ist Swissgrid die nationale und internationale Ansprechpartnerin für den Verbundbetrieb.