Immer mehr Hauseigentümer heizen mit Wärmepumpen. Ende 2008 waren über 140 000 Stück in Betrieb und produzierten rund 2,8 TWh Heizenergie.
Umgebungswärme nutzen
Eine Wärmepumpe nutzt die Umgebungswärme. Über einen Verdampfer wird der Umwelt Wärmeenergie entzogen – Energie, die zum Beispiel in der Luft, im Wasser oder im Erdreich gespeichert ist. Ein mit Strom betriebener Kompressor bringt diese Wärme auf ein höheres Temperaturniveau und gibt sie an das Heizsystem ab. Dies funktioniert im Prinzip genauso wie bei einem Kühlschrank – mit dem Unterschied, dass eben statt Kälte im Falle der Wärmepumpe Heizenergie produziert wird.
Ende 2008 waren über 140 000 Wärmepumpen in Betrieb und produzierten rund 2,8 TWh Heizenergie. Gut drei Viertel der Energie wird bei der Wärmepumpe aus der Umwelt gewonnen. Das restliche Viertel ist Strom zum Betrieb des Kompressors. Eine Wärmepumpe also macht, wenn man so will, aus 1 kWh Strom 3 bis 4 kWh Wärme.
Doch Wärmepumpen sind nicht nur sehr energie¬effizient, sie tragen auch zur CO2-Reduktion bei, da keine fossilen Energieträger verbrannt werden. Dank ihrer hervorragenden Umweltbilanz hat die Wärmepumpe in den vergangen 20 Jahren einen regelrechten Siegeszug vorgelegt – ein Siegeszug, der längst noch nicht abgeschlossen ist. Mittlerweile sind mehr als die Hälfte der neu gebauten Mehrfamilienhäuser mit Wärmepumpen ausgerüstet. Der Anteil der Wärmepumpen am Gesamtstromverbrauch liegt heute bei rund 1,56%. Mit einer weiteren Verbreitung der Wärmepumpentechnologie in der Schweiz dürfte dieser Anteil noch ein wenig steigen. Doch handelt es sich hier um Strom, der für mehr Effizienz und ein besseres Klima bestens investiert ist.