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Vielfältige Wasserkraft
Wasserkraft ist eine unerschöpfliche Energiequelle. Denn Strom aus Wasserkraft wird aus dem ewigen Kreislauf des Wassers gewonnen, wofür die niederschlagsreiche Schweiz besonders geeignet ist. Unterschieden werden drei Typen von hydraulischen Kraftwerken: Laufkraftwerke, Speicherkraftwerke und Pumpspeicherkraftwerke. Moderne Kleinwasserkraftwerke bis maximal 10 Megawatt werden darüber hinaus zur Kategorie der neuen erneuerbaren Energien gezählt.
Rund 26% des hierzulande erzeugten Stroms stammen aus Laufwasserkraftwerken – also Flusskraftwerken, wie sie zum Beispiel an der Aare, am Rhein, an der Rhone oder am Ticino zu finden sind. Rund 28% des Schweizer Stroms stammt aus Stauseen – den Speicherkraftwerken. Die Wassermenge der Stauseen kann ganz nach aktuellem Strombedarf über eine Druckleitung abgelassen werden. Im Tal treibt die Kraft des Wassers Turbinen an, die über Generatoren Strom erzeugen. Speicherkraftwerke sind gut steuerbar. Auf sinkenden oder steigenden Strombedarf, kann sofort reagiert werden. Deswegen werden Speicherkraftwerke bevorzugt zu Zeiten starker Nachfrage zur Deckung der Spitzenlasten eingesetzt. Eine Besonderheit sind die Pumpspeicherwerke: Sie bestehen aus einem höher und einem tiefer gelegenen See. Wenn der Strombedarf zum Beispiel zur Schlafenszeit sinkt, produzieren die europäischen Grosskraftwerke weiterhin Energie. Dieser Strom wird zum Betrieb von Pumpen genutzt, die Wasser aus dem tiefer gelegenen in den höher gelegenen See fördern. Steigt der Strombedarf in Spitzenlastzeiten an, wird das Wasser via Druckleitung und Turbinen wieder in den unteren See geleitet und produziert dabei Strom. Pumpspeicherwerke spielen, insbesondere auch bei der Nutzung der Wind- oder Sonnenenergie, eine wichtige Rolle. Da bei Wind- und Sonnenenergie der Zeitpunkt und die produzierte Strommenge witterungsabhängig sind und darum nicht gesteuert werden können, nutzt man Pumpspeicherkraftwerke als sogenannte Regelenergie. Der Strom aus Wind und Sonne wird zum Betrieb der Pumpen genutzt. Dieser Umweg über das Pumpspeicherkraftwerk ist eine sinnvolle Möglichkeit, kurzfristig Stromspitzen aus Wind- und Sonnenenergie zu speichern und dann ins Netz zu speisen, wenn die Nachfrage tatsächlich vorhanden ist. Umgekehrt kommen die Pumpspeicherwerke auch zum Einsatz, wenn kein Wind bläst oder die Sonne nicht scheint.