Klimafreundliche Kernkraft

Kernkraftwerke zählen zu den thermischen Kraftwerken. Bei diesen wird mithilfe von Wärme elektrische Energie produziert: Durch Hitze wird Wasserdampf erzeugt. Der Dampf treibt eine Turbine an, und Stromgeneratoren wandeln die mechanische Energie in Elektrizität um. Im Falle der Kernkraftwerke wird die Wärme für die Dampfproduktion durch die kontrollierte Spaltung von Uranatomen erzeugt. Kernkraftwerke liefern eine stetig gleich bleibende Menge Strom – die sogenannte Bandenergie. Daher eignen sich Kernkraftwerke für die Deckung der Grundlast in der Schweiz. Wie die Wasserkraft ist die Kernenergie über die ganze Produktionskette hinweg praktisch CO2-frei und damit klimafreundlich.

Bei der Stromproduktion mit Kernenergie fallen radioaktive Abfälle an, welche in ein Tiefenlager verbracht werden müssen. Der Bundesrat hat diese Entsorgungsart für technisch machbar erklärt und genehmigt. Mit dem «Sachplan geologisches Tiefenlager» hat er im Oktober 2008 ein Vorgehen für die Suche nach einem geeigneten Standort für die Entsorgung festgelegt. Dabei hat die Sicherheit für Mensch und Umwelt oberste Priorität. Auch sozioökonomische und raumplanerische Aspekte werden berücksichtigt. Der Bundesrat rechnet mit einer zehnjährigen Evaluationsphase für den besten Standort.