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Doppelt genutzte Gaskraft

Gaskombikraftwerke, auch Gas- und Dampfturbinenkraftwerke (GuD) genannt, gewinnen seit 20 Jahren immer stärker an Bedeutung. Die Funktionsweise von konventionellen Gaskraftwerken kann man sich wie ein stationäres Flugzeugtriebwerk vorstellen: Ein Luft-Gas-Gemisch wird entzündet und treibt eine Turbine an. Ein Generator erzeugt den Strom. Im Vergleich zu herkömmlichen reinen Gaskraftwerken erzeugen die Gaskombikraftwerke den Strom deutlich effizienter. Sie weisen einen Wirkungsgrad von bis zu 60% auf. In Gaskombikraftwerken wird die Abwärme der Gasturbine für den Betrieb einer zusätzlichen Dampfturbine genutzt. Energieeffizienz ist nicht der einzige Vorteil: Gaskombikraftwerke können flexibel eingesetzt werden und weisen im Vergleich zu Kohlekraftwerken deutlich tiefere CO2-Emissionen auf. In der Schweiz mit ihren reichen Wasserkraftvorräten und den fünf Kernkraftwerken bestand bisher keine Notwendigkeit für diesen Typ Kraftwerk. Allerdings könnte zur Überbrückung von Produktionsengpässen schon bald ein Gaskombikraftwerk nötig werden.