Kleinwasserkraftwerke an kleinen Flüssen und Bächen können 4 bis 6 Prozent der Schweizer Stromproduktion bestreiten. Bild: KWO, Foto: R. Bösch
Wasserkraft mit weniger als 10 Megawatt
Ein regelrechtes Revival erleben derzeit die Kleinwasserkraftwerke. In der Schweiz gibt es mehr als 1000 Wasserkraftwerke mit einer Leistung von weniger als 10 Megawatt – viele von ihnen stammen noch aus der Gründerzeit der Elektrizitätsgewinnung. Lange stiefmütterlich behandelt, werden nun viele dieser Anlagen erneuert oder neue Standorte geprüft. Kleinwasserkraftwerke sind generell eine kostengünstige Technologie und können einen Beitrag zur Deckung des künftigen Energiebedarfs unseres Landes leisten. Das Bundesamt für Energie schätzt das realisierbare Potenzial von Kleinwasserkraftwerken in der Schweiz auf 2 bis 3 TWh. Dies sind 4 bis 6% des jährlichen Stromverbrauchs. Gemäss einer VSE-Studie planen die Schweizer Energieversorgungsunternehmen bis 2030 im Rahmen zahlreicher Projekte einen Ausbau um rund 2,6 TWh.
Kleinwasserkraftwerke werden zu den neuen erneuerbaren Energien gezählt und mit der kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) gefördert. Zentral ist dabei eine sinnvolle Balance zwischen lokalem Umweltschutz, etwa in Form von Fischtreppen, und weiteren ökologischen Massnahmen sowie der notwendigen wirtschaftlichen Nutzung des Wasserkraftpotenzials.