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Die Sonne, vielfältig genutzt

Die unerschöpfliche Kraft der Sonne kann auf vielfältige Weise genutzt werden. Sonnenkollektoren auf dem Hausdach erzeugen beispielsweise einen Teil der Heizwärme oder wärmen das Wasser für Bad und Dusche. In dieser Form – Solarwärme genannt – ist die Sonnenenergienutzung schon heute sehr effizient und erlebt ein starkes Wachstum in der Schweiz.

Bei der Fotovoltaik wird das Sonnenlicht direkt in Strom umgewandelt. Diese Technologie ist komplex und verhältnismässig jung, weshalb noch grösserer Forschungsbedarf besteht. Hauptziel ist dabei die sogenannte Netzparität: Diese ist erreicht, wenn Solarstrom nicht teurer ist als Strom aus herkömmlichen Energiequellen. In den Ländern Südeuropas mit starker Sonneneinstrahlung und hohen Strompreisen wird die Netzparität gemäss dem europäischen Fotovoltaikverband EPIA in den nächsten Jahren erwartet. In der Schweiz dürfte dies noch länger dauern – Solarstrom ist im Vergleich zu Wasserkraft oder Kernenergie um ein Vielfaches teurer und bedarf der gesetzlichen Förderung, wie sie im Rahmen der kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) nun erfolgt. Der Anteil der Fotovoltaik an der gesamten Schweizer Stromproduktion ist mit rund 30 Megawatt installierter Leistung sehr gering: Die Solaranlagen tragen 0,04% zur gesamten Schweizer Stromproduktion bei. Wollte man das Kernkraftwerk Mühleberg, dessen Betriebsende absehbar ist, allein mit Sonnenergie ersetzen, müssten ca. 3000 Fotovoltaikanlagen von der Grösse der Anlage auf dem Dach des Stade de Suisse gebaut werden.

Auch die moderne Architektur setzt immer mehr auf die natürliche Energie der Sonne, um die Energieeffizienz von Gebäuden zu verbessern. Der in der Schweiz verbreitete Baustandard Minergie trägt massgeblich zu dieser Entwicklung bei.